Kirchlengern

Einzelhandelsverband gegen Discounter-Erweiterung in Kirchlengern

Gegen die geplante Verkaufsflächenerweiterung eines Lebensmittel-Discounters in Kirchlengern von derzeit 800 m² auf 920 m² durch die Hinzunahme bisheriger Lagerflächen hat sich der Einzelhandelsverband in  Stellungnahmen ausgesprochen.

Nach einer ersten negativen Stellungnahme im Januar 2011 liegt nun eine Auswirkungsanalyse zur geplanten Erweiterung vor, die von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA), Köln, erarbeitet worden ist. Die Analyse kommt zwar zu dem Ergebnis, dass aus der Erweiterung keine spürbaren negativen Auswirkungen sowohl für die umliegenden zentralen Versorgungsbereiche als auch projektrelevante Wettbewerber im Einzugsbereich zu erwarten sind. Trotzdem sieht der Verband seine Bedenken aus mehreren Gründen nicht aus dem Wege geräumt.

Der Discountmarkt liegt außerhalb der für Kirchlengern definierten zentralen Versorgungsbereiche in unmittelbarer Nähe eines großen Möbelhauses. Darüber hinaus befindet sich dieses Areal auch nicht in einem Allgemeinen Siedlungsbereich. Bereits im Jahr 2007 hatte es eine Verkaufsflächenerweiterung von 700 m² auf 800 m² gegeben. Hier hatte der Verband noch im Hinblick auf die Anpassung zu einer wirtschaftlich notwendigen Größenordnung zugestimmt, allerdings bereits mit dem Hinweis, dass ein weiteres Wachstum in den Bereich der Großflächigkeit nicht mit getragen würde.

Ein großflächiger Lebensmittelmarkt an dieser Stelle mit nur einem relativ kleinen Wohngebiet in der Nachbarschaft wäre eindeutig auf ein großräumigeres Einzugsgebiet ausgelegt und würde damit ganz offensichtlich über eine Nahversorgungsfunktion deutlich hinausreichen.

Kritisch gesehen werden muss auch die Beschränkung der Auswirkungsanalyse allein auf die jetzt geplante Erweiterung. Dabei werden die Auswirkungen der zuvor bereits erfolgten Flächenerweiterung außer acht gelassen. Das bedeutet aber auch, dass möglicherweise eine Erweiterung in einem Schritt bei einer Untersuchung der Auswirkungen durchaus zu einem anderen Ergebnis gelangen kann, als wenn diese Erweiterung in mehreren kleinen Schritten erfolgt und nur jeweils die Auswirkungen jedes einzelnen (Zwischen-)Schrittes untersucht werden.

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