Delegiertenversammlung am 18. Juni 2015 in der Stadthalle Gütersloh

Resolution gegen Ladendiebstahl

Jedes Jahr trifft sich das gewählte „Einzelhandelsparlament“ des Handelsverbandes OWL an wechselnden Orten im Verbandsgebiet. In diesem Jahr waren wir am 18. Juni in Gütersloher Stadthalle zu Gast. Rund 50 Delegierte wurden im internen Teil der Veranstaltung vom Vorsitzenden Ferdinand Klingenthal begrüßt.

Nach dem Feststellen der Beschlussfähigkeit erfolgte der Einstieg in die Tagesordnung. Nach den Regularien (Bilanz, Etatabrechnung, Mittelverwendung, Kassenprüfung usw.) diskutierten in der anschließenden Aussprache alle Delegierten u.a. über Themen wie das Internet / Distanzhandel sowie den Ladendiebstahl. Eines der Ergebnisse war eine einstimmig gefasste Resolution gegen die Verharmlosung von Ladendiebstählen. Allein in OWL liegen die jährlichen Inventur-Differenzen bei rund 70 Mio. Euro. Zusätzlich investiert die gesamte Branche deutschlandweit Milliardenbeträge in Warensicherungssysteme sowie Mitarbeiterschulungen und daher muss es auch bei der konsequenten Verfolgung und Bestrafung von Ladendieben bleiben. Eine Verharmlosung - wie von der Polizeigewerkschaft angedacht - ist kontraproduktiv.

 Zum öffentlichen Teil der Veranstaltung erschienen auch wieder zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, so dass der kleine Saal der Stadthalle in Gütersloh mit rund 80 Gästen gut gefüllt war. Neben den Grußworten von Matthias Trepper (stellv. Bürgermeister der Stadt Gütersloh) und von Elvan Korkmaz (stellv. Landrätin des Kreises Gütersloh) wurde die Rede von unserem Vorsitzenden Ferdinand Klingenthal wieder mit großer Spannung erwartet. Die Themen

Haftungsmechanismen des Mindestlohns,

- Gewerbesteuer auf Mieten und Zinsen

- die kalte Progression und der Soli

- der neue Landesentwicklungsplan NRW

     - Schenkungs- und Erbschaftssteuern

 wurden von unserem Vorsitzenden genauer hinterfragt und bewertet. Neben diesen wirtschaftspolitischen Themen auf EU-, Bundes- und Länderebene wurde Herr Klingenthal im 2. Teil seiner Rede dann regionaler bzw. sogar örtlicher.

Hier ging es um spezielle Einzelhandelsthemen, -Projekte und -Maßnahmen in der Region. Ebenso erneuerte der Vorsitzende seine Forderung, dass alle gleichgesinnten örtlichen Akteure viel Zeit, Kreativität, Umdenken, Lernen, Geduld und letztendlich auch Geld einsetzen müssen, um den Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein.

Die komplette Rede von Ferdinand Klingenthal kann hier nachgelesen werden.

Der Gastvortrag zum Thema „ISG Bahnhofsviertel Münster - erfolgreiches privates Engagement für den Standort“ sorgte für zusätzliche Impulse, wenngleich für den angekündigten Redner kurzfristig Dr. Ulrich Müller als Ersatzvortragender einspringen musste. Die anschließende traditionelle Stadtführung mit fachkundiger Begleitung und ein kleiner kulinarischer Ausklang rundeten die Veranstaltung ab.

Vorstandsmitglied Rainer Schorcht (li.), Vorstandsvorsitzender Ferdinand Klingenthal (2. v. li.) und Hauptgeschäftsführer Thomas Kunz (re.)
mit dem Referenten Dr. Ulrich Müller von der ISG Bahnhofsviertel Münster.

 

 

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